WP Rocket ist eines beliebtesten Caching Plugins auf dem Markt. Es ist zwar nicht kostenlos aber die Ergebnisse und die Einfachheit der Einstellungen machen das Plugin zu einen der besten Caching Plugins. Ebenso bietet der Hersteller bei Problemen oder Fragen hervorragend Support. Support ist für mich immer wieder ein gutes Argument da ich bei Fragen keine unnötige Zeit verlieren möchte.
Mit den folgenden Tipps erfährst du in windeseile wie du WP Rocket ideal konfigurierst. Themen sind beheben von CLS Meldungen (Cumulate Layout Shifts), Preload von Drittanbieter Codes und das Vorladen von Schriften. Ebenso sehen wir uns die Anbindung des eigenen RocketCDNs an.
Installation
Um das Plugin zu aktivieren musst du WP Rocket hier kaufen *. Es gibt zwar keine Testversion aber aber eine 100% Geld-Zurück-Garantie innerhalb von 14 Tagen. Für 1 Seite inkl. Updates kostet es im Jahr $49,–
Im Kunden-Login unter wp-rocket.me kannst Du das Plugin downloaden. Anschließend kannst du es wie gewohnt bei der manuellen Plugin Installation über Plugins > installieren > Plugin hochladen auf Deiner Webseite hochladen und aktivieren.
Ideale WP Rocket Einstellungen
Hierzu muss erwähnt werden dass je nach Anforderungen, Themes und Plugins auch ein paar Anpassungen an den Settings gemacht werden müssen.
Vorallem die „Remove Unused CSS“ und „Criticial CSS“ Ausgabe funktioniert nicht immer.
Cache

Caching für mobile Geräte
Caching für die mobilen Seiten aktivieren. Da die Seiten in der Regel ident sind benötigt es die die 2. Einstellung nicht bzw. kannst du deaktiviert lassen.
Personalisierter Cache
In der Regel werden eingeloggten User dynamische Inhalte gezeigt und deshalb kannst du das deaktiviert lassen.
Cache Dauer
Hier kannst du einstellen wann der Cache gelöscht oder erneuert wird. Bei einer Seite wo du öfter was änderst die Dauer verringern, wenn du selten was änderst würde ich die Cache-Dauer erhöhen.
Datei-Optimierung
CSS

CSS minifizieren
Ob die Dateien minifizierst oder nicht hängt von den Anzahl der Dateien und Umfang der Seite ab. Was ich aufjedenfall empfehle ist die Dateien die schon minifiziert ausgegeben werden davon auszuschließen. Mit folgenden Einträgen schließst du diese Dateien aus:
/wp-content/themes/(.*)min.css
/wp-content/plugins/(.*)min.css
/(.*)min.css
CSS zusammenfassen
Auch das lass ich meistens unberührt. Bei kleinen Seiten mit sehr wenigen Dateien kann es die Seite verbessern. Allerdings nur sehr marginal und potentiell entstehen dadurch Schwierigkeiten in der Darstellung der Seite. Deshalb immer cache löschen und ausgelogg testen.
CSS-Darstellung optimieren
Diese Funktion lädt die benötigten CSS Stile für den Above-the-fold Bereich in den Head, das sogenannte Critical-CSS. Das beschleunigt oft den Seitenaufbau. Bei bestimmten Stilen entsteht aber in GTmetrix oder Google Page Speed ein CLS (Cumulative Layout Shift). Ich empfehle hier zu testen und abzuwägen was gefühlt schneller ist und nicht mehr Punkte in Messtools bringt.
JS – Javascript

JSS minifizieren
Das selbe gilt für Javascript Dateien. Vom Zusammenfassen der JavaScript Dateien würde ich abraten da dies nur Serverressourcen verbraucht und die Seite sogar langsamer machen können.
/wp-includes/(.*)min.js
/wp-content/(.*)min.js
/(.*)min.js
JavaScript verzögert laden
Diese Funktion lädt JavaScripte später nach und hilft absolut beim PageSpeed Score. Allerdings kann es hier auch zu Funktionsstörungen von Plugins und co. kommen.
JavaScript-Ausführung verzögern
Hier verhält es sich ähnlich wie bei dem verzögerten laden. Hier werden nicht nur Scripte verzögert geladen sondern verzögert ausgeführt. Bis zur ersten Userinteraktion. Funktioniert bei einfachen Seiten mit wenigen Funktionen meistens gut. Bei komplexeren Seiten brauch es ziemlich genaue Messungen um zu wissen welche JavaScripte man hier ausschließen muss damit es funktioniert.
Meine Empfehlung zu den beiden Verzögerungsfunktionen:
- Funktion aktivieren
- Testen ob alles funktioniert.
- Bei Problemen zuerst beim verzögert laden diesen Ausschluss hinterlegen:
/jquery-?0-9.(.min|.slim|.slim.min)?.js
js-(before|after)
(?:/wp-content/|/wp-includes/)(.*) - Testen
- Wenn es weiterhin Probleme gibt beim Ausführung verzögern das selbe hinterlegen.
- Testen
- Wenn es dann immer noch Probleme gibt die beiden Funktionen der Reihe nach deaktivieren.
Tipp: Wer schon fortgeschrittener ist kann hier versuchen einzelne Scripte auszuschließen. Beispiel: Nach Aktivierung funktioniert die Lightbox oder Sliderfunktion nicht mehr. Hier dann dementsprechend das Script ausschließen. Die geladenen Scripte siehst du ganz einfach im GTmetrix Report.

Medien

LazyLoad
Diese Funktion lädt Bilder nach. Vorallem für iFrames und Videos interessant. Für die Scores unabdinglich für die tatsächliche Geschwindigkeit wiederum ausführlich testen.
Die Bilder Above-the-fold sollten ausgenommen werden da so unsaubere Darstellungen entstehen wenn die Seite geöffnet wird und kein Logo sichtbar ist. Im obigen Beispiel für diese Seite habe ich das Logo vom Nachladen ausgeschlossen.
Bildabmessungen
Aktivieren. Fügt Bilder fehlende Abmessungen hinzu. Für die Usability super da keine Sprünge im Layout entstehen für Bilder die noch nicht geladen sind.
Cache füllen

Cache füllen
Diese Funktion lädt die Seiten in den Cache. Für Seiten mit wenig Traffic und Umfang empfehlenswert. Für umfangreiche Seiten mit viel Traffic deaktivieren da es zu lasten des Servers geht.
Links vorladen
Hier wird die HTML Seite die sich hinter dem Link verbirgt vorgeladen. Bei Seiten mit vielen Links kann das die Seite langsamer machen da bei vielen Mousovern alle Links vorladen obwohl sie nicht geklickt werden.
DNS-Prefetch
Diese Einträge laden die Dateien vor die extern eingebunden werden. Das kann genauso Analytics, ProvenExpert, etc … sein.
Fonts vorladen
Eine Fehlermeldung aus dem Google Pagespeed Insights Bericht kann mit dieser Funktion gefixt werden. Hier einfach den Dateipfad der Schrift eingeben.
Erweiterte Regeln
Diese sind bevorzugt für für WooCommerce Seiten. WP Rocket funktioniert von Haus aus mit WooCommerce sehr gut. Sollte es zu Probleme kommen würde ich in dem Fall direkt den Support anschreiben oder die Einstellungen leer lassen.
Nie cachen (URLs)
Bei Problemen mit Warenkorb oder Checkout-Seiten kannst du sie hier ausschließen.
Nie cachen (Cookies)
– das gleiche Prinzip wie bei der vorherigen Option, die nur auf Cookies basiert.
Nie cachen (User Agents)
Dadurch sehen Verhindern Sie, dass der Googlebot oder andere User Agents (Browserkennungen wie z.b. Safari) gecachte Seiten sehen.
Immer löschen (URLs)
Da WP Rocket beim Veröffentlichen oder Speichern einer Seite oder Beitrages den Cache löscht kann das Feld leer gelassen werden. Anwendungsfälle wären hier gesonderte Cachingregeln für Seiten.
Cache für Query Strings
Diese werden hauptsächlich zum Zwischenspeichern von Suchergebnisseiten und Preisfiltern verwendet. Zu den Query Strings gibts hier einen tollen Bericht von WP Johnny
Datenbank
Hier kannst du die Datenbank von angefallenem Ballast befreien. Unnötige Revisionen, Entwürfe löschen und den Papierkorb leeren. Aber Vorsicht wenn du, so wie ich, mit Entwürfen arbeitest, dass du diese nicht löschst.
Tipp: Immer ein Datenbank Backup davor machen.

CDN
Heartbeat
Um Serverressourcen zu sparen kannst du die Häufigkeit reduzieren und auf „Aktivität verringern“

Add-Ons
One-click Rocket Add-ons und Rocket Add-ons
Wenn du mit einem dieser Services arbeitest das entsprechende aktivieren.
Bildoptimierung
WP Rocket empfiehlt Imagify. Natürlich es ist deren Plugin. In meinem Beitrag über WordPress Bildoptimierung gebe ich dir detaillierte Infos wie du optimale Bildoptierung für WordPress machst.
Werkzeuge
Hier kannst du deine Einstellungen exportieren und ablegen oder aber auch importieren wenn du Einstellungen von einer Seite übernehmen möchtest.
Und solltest du mit einer WP Rocket Version nach einem Update Probleme haben kannst du zur älteren Version zurückkehren.

Wenn du WP Rocket noch nicht hast kannst du es hier* * kaufen.
